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Warum die meisten Vorsätze zum Scheitern verurteilt sind (aus der Sicht der Talente)

Wir Deutschen stehen darauf, rund ums neue Jahr unsere Vorsätze zu verkünden. Ja beinahe veranstalten wir schon Versteigerungen, wer mehr Kilos abnehmen wird, oder wer noch mehr Geld auf seinem Konto horten kann. Wir suhlen uns im Ansehen und der Anerkennung, die wir von unseren Kollegen, Freunden oder Verwandten für unsere Vorsätze bekommen. Und bereits in der ersten Woche des neuen Jahres, ist all das, was wir uns so hoch und heilig versprochen haben wieder vergessen und neben den fünf Sektflaschen vom Silvesterabend in der Mülltonne verschwunden. 

Aber warum ist das so?

Aber warum ist das eigentlich so? Dass unsere Vorsätze immer wieder aufs Neue zum Scheitern verurteilt sind?

Das liegt zu großen Teilen an der menschlichen Disziplin. Die Disziplin ist ähnlich wie Ordnung und Gesetze von Menschen geschaffen. All diese Maßnahmen dienen lediglich dem harmonischen Zusammenleben so vieler Menschen auf engem Raum. Gäbe es in den Großstädten keine Regeln und Gesetze, gäbe es diese Großstädte und wahrscheinlich auch die Hälfte der Menschheit schon gar nicht mehr. 

Die wenigen Menschen, die Ordnung und Regeln in ihrem Leben als höchste Werte definiert haben, waren irgendwann einmal Auslöser dafür, allen Menschen diese Regeln an die Hand zu geben, um eben solche großen Menschenmassen zu bändigen. 

Im natürlichen Verhalten des Menschen kommt die Disziplin jedoch nicht vor. Es benötigt keinen ins Detail durchgeplanten Ablaufplan, wie man sich zu verhalten hat, wenn eine Raubkatze vor einem steht. Es wird auch Fachwissen verlangt, wenn es um das Pflücken von Äpfeln geht, oder das Sammeln von Beeren. Das machen die Menschen, seitdem sie aufrecht gehen können. Ganz ohne Disziplin.

Disziplin – ein seltenes Talent

Dieses natürliche Verhalten erklärt auch, warum das, in der stärkenorientierten Psychologie, Disziplin genannte Talent nur bei den wenigsten Menschen eine prägende Rolle spielt. Alle andere Menschen verfügen eher über instinktive und adaptive Talente.

Selbst Studien des Gallup Meinungsforschungsinstituts (Die Herausgeber des Clifton Strengthsfinders) zeigen, dass das Talent „Disziplin“ eher auf den letzten Plätzen zu finden ist. 

Disziplin ist nicht des Menschen Natur

Der Mensch hat sich also künstlich ein Umfeld geschaffen, in dem eine vermeintliche Schwäche zu einer der wichtigsten Eigenschaften geworden ist. Denn auch, wenn ein Mensch mal keine Lust zu arbeiten hat, ist er trotzdem gezwungen, seinem Arbeitsvertrag Folge zu leisten und diszipliniert zur Arbeit zu gehen. Auch müssen wir vorgegebene Preise für Lebensmittel, Haushaltswaren und Möbel bezahlen. Ein geregelter Markt bestimmt Preise, Angebot und Nachfrage.

Doch was hat das mit unseren Vorsätzen zu tun?

Jedes Jahr nehmen wir uns vor, diszipliniert einem Vorsatz nachzugehen. Dabei ist genau diese Eigenschaft, einem genau definierten Plan nachzugehen, des Menschen größte Schwäche. Aus Tradition und angeheitert durch Sekt und gutes Essen, wollen die Menschen dann kurzfristig einen Vorsatz fassen, fürs neue Jahr. 

Das Resultat ist meistens eher jämmerlich anzusehen. Wenn der Verzicht auf Schokolade schon am nächsten Morgen mit dem Nutella-Toast gebrochen wurde. Oder man dann doch im Bett liegen bleibt, obwohl man sich vorgenommen hatte, bei allen Witterungsbedingungen Joggen zu gehen. Und so sind die meisten Vorsätze nach der ersten Woche im neuen Jahr schon wieder „Geschichte“. Manche so lustig, dass sie Thema für den nächste 31.12. sind.

Was kann ich tun, um meine Vorsätze umzusetzen?

Es hilft an erster Stelle, sich einzugestehen, dass man nicht jeden Vorsatz umsetzen wird, den man sich vornimmt. Eine helfende Strategie ist, dass man Vorsätze in Zukunft durch klare Ziele ersetzt. Ich habe dazu auch einen Podcast gemacht, den du dir gerne anhören kannst (Hier geht’s zum Podcast)

Eine weitere wertvolle Methode ist, sich die Vorsätze in Etappenziele herunterzubrechen und Schritt für Schritt den Wunsch zu erreichen. 

Ein Beispiel: 12 Kilo abnehmen

So kann ich den Wunsch 12 Kilo abzunehmen herunterbrechen auf: Jeden Monat ein Kilo abnehmen. Dafür benötige ich monatlich

  • 8 Fitnessstudio Besuche mit jeweils 1,5 Stunden Training für die Bereiche Bauch, Beine und Po
  • 10 Mal Joggen über 5 Kilometer
  • Eine gesunde Mahlzeit am Tag

Jetzt sieht das Ziel: 12 Kilogramm abzunehmen gar nicht mehr so unschaffbar aus, und ich brauche nur 18 Tage (8 Tage Fitnessstudio und 10 Tage Joggen) aktiv sein, um mein Gewicht herunterzuschrauben. So einfach wird es in der Realität vielleicht nicht sein, aber zum Glück gibt es dafür jede Menge Fitnessblogs, die sich damit besser auskennen als ich. Vielleicht sagt dir ja der Blog von Aesir Sports zu. Hier geht’s zum Blog!

Fazit

Es ist ganz natürlich, dass wir unser Leben nicht von A bis Z durchplanen können und dann auch durchhalten, was wir versprechen. Beim einen funktioniert das besser, als beim anderen. 

Wichtig ist, dass du verstehst, wie du Ziele trotz geringer Disziplin mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen kannst. Breche dir dazu die Ziele in kleine Etappen herunter. Dadurch wird es schaffbar.

Eine abschließende Frage schwebt mir aber noch im Kopf herum. Was sind deine Vorsätze für dieses Jahr? Oder hast du sogar schon Ziele definiert? 

Ich freue mich über dein Kommentar dazu unter diesem Beitrag!

Bis dahin! Du weißt es: Stärken leben – Glück erleben!

Dein Marc

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